Gruppe der Anonymen Alkoholiker Saalfelden

Treffpunkt: Im Pfarrgemeindezentrum 1. Stock, Lofererstraße 15

Kontaktperson:

Tel.-Nr.: 0043 699 111 31 680

Treffen bzw. Meetings finden statt:

  • Jeden Sonntag um 19:30 Uhr zur Sommerzeit, 18:00 Uhr zur Winterzeit
  • Jeden Freitag um 19:00 Uhr wobei jedes 2. Meeting im Monat offen ist. Offen heißt, dass auch Angehörige und alle die Interesse am Genesungsprogramm der Anonymen Alkoholiker haben daran teilnehmen können.
  • Jeden Sonntag findet in der Sommerzeit um 19:30 Uhr und in der Winterzeit um 18:00 Uhr ein Meeting für Angehörige von Alkoholikern kurz Al – Anon genannt, statt.
  • Weitere Meetings sind in Zell am See am Freitag um 19:30 im Pfarrhaus Gebäude Rückseite, in St. Johann im Pongau am Montag um 19:30 Uhr im Pfarrhof, in St. Johann in Tirol am Donnerstag um 19:00 Uhr im Pfarramt und in Kitzbühel am Dienstag um 19:30 Uhr im Kolpinghaus, des weiteren in Bad Reichenhall am Montag um 20:00 Uhr im evang. Pfarrhaus in der Kurstrasse 5.
  • Die größte Hilfe ist es, in den Menschen den Wunsch zu wecken, daß sie sich selber helfen möchten.

Präambel der AA

Anonyme Alkoholiker sind eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die miteinander ihre Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen, um ihr gemeinsames Problem zu lösen und anderen zur Genesung vom Alkoholismus zu verhelfen.

Die einzige Voraussetzung für die Zugehörigkeit ist der Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören, Die Gemeinschaft kennt keine Mitgliedsbeiträge oder Gebühren; sie erhält sich durch eigene Spenden.

Die Gemeinschaft AA ist mit keiner Sekte, Konfession, Partei, Organisation oder Institution verbunden; sie will sich weder an öffentlichen Debatten beteiligen noch zu irgendwelchen Streitfragen Stellung nehmen. Unser Hauptzweck ist, nüchtern zu bleiben und anderen Alkoholikern zur Nüchternheit zu verhelfen.

Die 12 Schritte der AA

  1. Schritt : Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind und unser Leben nicht mehr meistern konnten.
  2. Schritt: Wir kamen zu dem Glauben, dass eine Macht, größer als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben kann.
  3. Schritt: Wir fassten den Entschluss, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes – wie wir ihn verstanden – anzuvertrauen.
  4. Schritt: Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur in unserem Inneren.
  5. Schritt: Wir gaben Gott, uns selbst und einem anderen Menschen gegenüber unverhüllt unsere Fehler zu.
  6. Schritt: Wir waren völlig bereit, all´ die Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen.
  7. Schritt: Demütig baten wir Ihn, unsere Mängel von uns zu nehmen.
  8. Schritt: Wir machten eine Liste aller Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten, und wurden willig, ihn bei allen wieder gutzumachen.
  9. Schritt: Wir machten bei diesen Menschen alles wieder gut – wo immeres möglich war -, es sei denn, wir hätten dadurch sie oder andere verletzt.
  10. Schritt: Wir setzten die Inventur bei uns fort, und wenn wir Unrecht hatten, gaben wir es sofort zu.
  11. Schritt: Wir suchten durch Gebet und Besinnung die bewusste Verbindung zu Gott – wie wir Ihn verstanden – zu vertiefen. Wir baten Ihn nur, uns seinen Willen erkennbar werden zu lassen, und uns die Kraft zu geben, ihn auszuführen.
  12. Schritt: Nachdem wir durch diese Schritte ein spirituelles Erwache erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft an Alkoholiker weiterzugeben und unser tägliches Leben nach diesen Grundsätzen auszurichten.

Die 12 Traditionen der AA

  1. Tradition: Unser gemeinsames Wohlergehen sollte an erster Stelle stehen; die Genesung des einzelnen beruht auf der Einigkeit der Anonymen Alkoholiker.
  2. Tradition: Für den Sinn und Zweck unserer Gruppe gibt es nur eine höchste Autorität – einen liebenden Gott, wie er sich in dem Gewissen unserer Gruppe zu erkennen gibt. Unsere Vertrauensleute sind nur betraute Diener; sie herrschen nicht.
  3. Tradition: Die einzige Voraussetzung für die AA – Zugehörigkeit ist der Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören.
  4. Tradition: Jede Gruppe sollte selbständig sein, außer in Dingen, die andere Gruppen oder die Gemeinschaft der AA als Ganzes angehen.
  5. Tradition: Die Haupt-Aufgabe jeder Gruppe ist, unsere AA-Botschaft zu Alkoholikern zu bringen, die noch leiden.
  6. Tradition: Eine AA-Gruppe sollte niemals irgendein außenstehendes Unternehmen unterstützen, finanzieren oder mit dem AA-Namen decken, damit uns nicht Geld-, Besitz- und Prestigeprobleme von unserem eigentlichen Zweck ablenken.
  7. Tradition: Jede AA-Gruppe sollte sich selbst erhalten und von außenkommende Unterstützungen ablehnen.
  8. Tradition: Die Tätigkeit bei den Anonymen Alkoholikern sollte immer ehrenamtlich bleiben, jedoch dürfen unsere zentralen Dienststellen Angestellte beschäftigen.
  9. Tradition: Anonyme Alkoholiker sollten niemals organisiert werden. Jedoch dürfen wir Dienst-Ausschüsse und Komitees bilden, die denjenigen verantwortlich sind, welchen sie dienen.
  10. Tradition: Anonyme Alkoholiker nehmen niemals Stellung zu Fragen außerhalb ihrer Gemeinschaft; deshalb sollte auch der AA-Name niemals in öffentlichen Streitfragen verwickelt werden.
  11. Tradition: Unsere Beziehungen zur Öffentlichkeit stützen sich mehr auf Anziehung als auf Werbung. Deshalb sollten wir auch gegenüber Presse, Rundfunk, Film und Fernsehen stets unsere persönliche Anonymität wahren.
  12. Tradition: Anonymität ist die spirituelle Grundlage aller unserer Traditionen, die uns immer daran erinnern soll, Prinzipien über Personen zu stellen.

Die 12 Verheißungen oder Versprechungen der AA

  1. Verheißung: Wir werden eine neue Freiheit und ein neues Glück kennen lernen.
  2. Verheißung: Wir wollen die Vergangenheit weder beklagen, noch die Tür hinter ihr zuschlagen.
  3. Verheißung: Wir werden verstehen, was das Wort Gelassenheit bedeutet, und erfahren, was Frieden ist.
  4. Verheißung: Wie tief wir auch gesunken waren, wir werden merken, dass andere aus unseren Erfahrungen Nutzen ziehen können.
  5. Verheißung: Das Gefühl der Nutzlosigkeit und des Selbstmitleids wird verschwinden.
  6. Verheißung: Unsere Ichbezogenheit wird in den Hintergrund treten.
  7. Verheißung: Das Interesse an unseren Mitmenschen wird wachsen.
  8. Verheißung: Unser Egoismus wird dahinschmelzen.
  9. Verheißung: Unsere Einstellung zum Leben und unsere Erwartungen werden sich ändern.
  10. Verheißung: Angst vor den Menschen und vor wirtschaftlicher Ungewissheit werden schwinden.
  11. Verheißung: Ohne lange nachzudenken, werden wir jetzt mit Situationen fertig, die uns früher umgeworfen haben.
  12. Verheißung: Plötzlich wird uns bewusst, dass Gott für uns das erledigt, wozu wir allein nicht in der Lage sind.

Die Geschichte der Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker in den USA

1935 entstand die Gemeinschaft in Akron, Ohio, aus einer Begegnung zwischen einem bekannten Chirurgen, Bob S. (55), und einem New Yorker Börsenmakler, Bill W. (39). Beide litten schwer unter der Krankheit Alkoholismus. Sie stellten fest, dass ihr Zwang zu trinken schwand, als sie sich offen über ihre Krankheit unterhielten. Sie brauchten sich nicht voreinander zu verstecken. Endlich konnten sie ehrlich über ihre Not und Ängste sprechen. Bill W. und Bob S. erkannten dieses Genesungs-prinzip und suchten weitere Alkoholiker, um es anzuwenden und neue Erkenntnisse zu sammeln.

1938 gab es drei Gruppen (Akron, New York, Cleveland) mit zusammen rund 40 trockenen Alkoholikern. 1939 im April zählte die Gemeinschaft etwa 100 trockene Alkoholiker. Sie beschlossen, die Grundsätze und Erfahrungen, die sich aus Versuch und Irrtum beim Bemühen, Alkoholikern zur Genesung zu verhelfen, herauskristallisiert hatten, in einem Buch zu veröffentlichen. Als Buchtitel wählten sie “ALCOHOLICS ANONYMOUS” (“ANONYME ALKOHOLIKER”) – und von da hat die Gemeinschaft ihren Namen.

Im ersten Teil des Buches wurde das geistige Gedankengut der Gemeinschaft in zwölf Schritten zusammengefasst und dargestellt, wie der Alkoholiker diese Schritte zu seiner Gesundung anwenden kann. Der zweite Teil enthielt 30 Lebensgeschichten von Alkoholikern, die über ihre Erfahrungen berichteten. Der Beweis, dass Alkoholiker mit Hilfe des Programms der AA genesen können, war erbracht.

Das Buch “Anonyme Alkoholiker” (Das Blaue Buch) wurde zur Grundlage der Gemeinschaft und ist es geblieben. Ende 1939 gab es bereits rund 800 Alkoholiker auf dem Wege zu ihrer Genesung. Die positiven Berichte in Zeitungen und Zeitschriften über das Buch der Gemeinschaft der AA führten zu einer wahren Kettenreaktion. Ende 1941 waren es schon 8.000 Menschen, die in den Gruppen der Anonymen Alkoholiker ihre Krankheit zum Stillstand bringen konnten.

Die überraschende Ausbreitung der AA – auch im Ausland – brachte erhebliche Schwierigkeiten (Geld, Mitgliedschaft, persönliche Beziehungen, Leitung von Gruppen und Clubs, Verhältnis zur Öffentlichkeit) mit sich.

1946 wurden zur Lösung dieser Spannungen die Zwölf Traditionen der AA veröffentlicht. Sie regeln sowohl das “Innenleben” der Gemeinschaft als auch ihre Beziehungen zur Umwelt.

1950 bestätigt die Erste Internationale Konferenz AA in Cleveland die “Zwölf Traditionen”. Die Gemeinschaft AA hatte ihre gegenwärtige Gestalt, ihre Substanz und ihre Einigkeit erhalten.

1996 im Frühjahr zählte die Gemeinschaft in 146 Ländern der Erde rund 90.000 Gruppen mit insgesamt über 1,8 Millionen Mitgliedern.

Die Geschichte der Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker in Deutschland

1953 begann die Geschichte der AA in Deutschland mit einem Inserat und folgender Ankündigung in einer Münchner Zeitung (31. Okt./1. Nov. 1953). In der Rubrik “Was Sie heute wissen müssen” stand:

Die Vereinigung “Alcoholics Anonymous” hält morgen, 14 Uhr, im Hotel Leopold ihre erste Versammlung ab. Amerikanische Soldaten, Alkoholiker in AA, hatten zu dieser Versammlung eingeladen, um die Genesungsbotschaft an deutsche Alkoholiker weitergeben zu können.

Aus diesem Anstoß entwickelte sich eine erste AA-Gruppe mit drei Deutschen und einem amerikanischen Freund.

Nach zögerndem Anwachsen erlebte die AA in Deutschland in den 60er Jahren ihren ersten größeren Aufschwung:

1961 bildete sich eine AA-Gruppe in Karlsruhe, nund mit englischer Hilfe eine Gruppe in Hamburg, 1962 entstanden Gruppen in Berlin und Düsseldorf, 1963 kamen Gruppen in Frankfurt am Main und Wiesbaden hinzu. Die Liste ist nicht vollständig. In jedem Jahr fanden sich mehr und mehr Alkoholiker in AA-Gruppen zusammen.

1977 zählte man in der Bundesrepublik und Berlin-West rund 800 AA-Gruppen. Die Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker in Deutschland wuchs jetzt sehr schnell – sowohl in der Anzahl der Gruppen wie auch in der Verbreitung über das Bundesgebiet.

1983 konnten die Anonymen Alkoholiker bei ihrem jährlichen Deutschsprachigen Ländertreffen auf das 30jährige Bestehen ihrer Gemeinschaft in der Bundesrepublik Deutschland und Berlin-West zurückblicken.

1997 stehen jedem Alkoholiker, der den Wunsch hat mit dem Trinken aufzuhören, rund 2.700 AA-Gruppen offen (Stand 2001).

In Krankenhäusern und Kliniken gibt es über 270 AA-Gruppen und Kontakte. In den Justizvollzugsanstalten bestehen einschließlich der Kontaktmöglichkeiten mehr als 70 Gruppen.

Geschichte von AA – Österreich

1959 Zwei alkoholkranke Frauen lernen einander in Wien kennen und ziehen Erkundigungen über AA ein.

1960 Die beiden erwirken einen Eintrag ins AA-Directory 1960. Dadurch nimmt ein Linzer, der AA von amerikanischen Soldaten kennen gelernt hatte, Kontakt mit den beiden auf. Bei seinem Besuch in Wien kommt es zum ersten Meeting in Wien und zur Gründung einer Gruppe, die die nächsten Jahre in Wien nur knapp überleben sollte.

1963 Eine Salzburger Alkoholikerbetreuungsstelle schickt ihre Klienten nach Reichenhall in Bayern zum AA-Meetingsbesuch.

1966 Erstes AA-Informationsmeeting in Salzburg, kurz darauf Gruppengründungen in Salzburg und Hallein.

1971 Gründung einer AA-Gruppe in Zell am See.

1986 Gründung der AA – Gruppe Saalfelden

1992 Gründung eines Hauptausschusses der AA in Österreich

Österreich wird mit Südtirol die Intergruppe 12 in der deutschsprachigen Dienststruktur der AA.

Derzeit gibt es ca. 145 Gruppen in der Intergruppe Österreich/Südtirol.