3. Teil: Karfreitag
Das Kreuz ist das eindrücklichste Zeichen unseres Glaubens und steht am Karfreitag im Mittelpunkt. Es erinnert uns an den Tod und das Sterben Jesu. Im Blick auf Ostern wird es für uns Christen zum Siegeszeichen. Denn neben das „Kreuzige ihn!“ stellt Gott seine Liebe und sein Heil. Der Karfreitag ist als Gedächtnistag der Kreuzigung Jesu seit dem vierten Jahrhundert bezeugt. Strenges Fasten kennzeichnet diesen Tag.

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Tipp:

  • Kinderkreuzweg in der Kirche mitbeten.
  • Karfreitagsliturgie in der Kirche mitfeiern.
  • Fasten (einfache Mahlzeit, auf etwas verzichten, …)
  • Interessantes zum Karfreitag: Pfarrbrief Seite 6
  • Osterpreisrätsel im Pfarrbrief Seite 9 ausfüllen und abgeben.

Vorbereitung:
Sie benötigen ein Teelicht und ein Kreuz / ein Peddigrohrkranz oder ähnliches/ Stecknadeln / aus blauem Papier geschnittene kleine Tropfen (in eine Schale legen).

Gebet:

Ein Familienmitglied zündet das Teelicht an und stellt es zum Kärtchen
„Karfreitag“.

Jesus, du hast geliebt bis zum Tod. Das Kreuz in unserem Haus erinnert uns an deine Liebe.
So ist das Kreuz für uns zum Zeichen der Hoffnung geworden, einer Hoffnung, dass die Liebe alles überlebt.
Jesus, für diese Liebe danken wird dir und preisen dich. Amen.
(aus: Ein neuer Tag beginnt, Schulamt Linz, 2002)

Unsere Fußstapfen „wandern“ nun zum Karfreitag als Zeichen, dass wir den Kreuzweg Jesu mitgehen wollen.

Lied:

Jesus geht in die Stadt hinein
Jesus muss mitgeh’n zum Richterhaus. Viele, viele Menschen lachen ihn aus. Sie spotten. Sie spucken. Sie alle schrei‘n: Das soll unser König sein!
(Noten-Link: www.peberdy.me.uk/…/Jesus%20geht%20in%20die%20Stadt%20hin…) (Text und Melodie: Sepp Faist)

Bibelerzählung:
Jetzt wird das Kreuz in die Mitte gelegt: Was können wir an diesem Kreuz entdecken oder woran erinnert es uns?
»Wir wollen jetzt von Jesus und seinem Kreuz hören.«:

Jesus trug sein Kreuz und ging hinaus zur Schädelhöhe, die auf hebräisch Golgota heißt. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte Jesus. Pilatus ließ auch ein Schild anfertigen und oben am Kreuz befestigen; die Inschrift lautete: Jesus von Nazaret, der König der Juden. Dieses Schild lasen viele Juden, weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag. Die Inschrift war hebräisch, lateinisch und griechisch abgefasst. Die Hohenpriester der Juden sagten zu Pilatus: Schreib nicht: Der König der Juden, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der König der Juden. Pilatus antwortete:
Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben. Nachdem die Soldaten Jesus ans Kreuz geschlagen hatten, nahmensie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen. Sie nahmen auch sein Untergewand, das von oben her ganz durchgewebt und ohne Naht war. Sie sagten zueinander:Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte sich das Schriftwort erfüllen: Sie erteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand. Dies führten die Soldaten aus.
Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

Aktivität:


Versuchen Sie eine kleine Stille zu halten. Dann holen Sie den Peddigrohrkranz, die Stecknadeln und die Schale mit den blauen »Tropfen« in die Mitte. Mit Kindern und Erwachsenen tragen Sie zusammen, worüber sie traurig sind, was sie traurig macht. Für jede Nennung wird ein blauer Tropfen mit einer Stecknadel in den Kranz gesteckt. So entsteht nach und nach eine »Tränenkrone«.

Nachdem eine Reihe von Tränen an die »Krone« geheftet sind, lesen oder erzählen Sie abschließend die Bibelstelle zu Ende:

Danach, als Jesus wusste, dass nun alles vollbracht war, sagte er, damit sich die Schrift erfüllte: Mich dürstet. Ein Gefäß mit Essig stand da. Sie steckten einen Schwamm mit Essig auf einen Ysopzweig und hielten ihn an seinen Mund. Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf.

Lied:

Jesus geht in die Stadt hinein
Jesus stirbt am Kreuz sodann. Menschen fangen sich zu fragen an. Sie sehen. Sie schweigen. Sie denken daran: Er hat es für uns getan.
(Noten-Link: http://www.peberdy.me.uk/MUSIC/COMPOSITIONS/ERSTKOMMUNION/Jesus%20geht%20in%20die%20Stadt%20hinein.pdf) Text und Melodie: Sepp Faist)
Josef aus Arimathäa war ein Jünger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur heimlich. Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu dürfen, und Pilatus erlaubte es. Also kam er und nahm den Leichnam ab. An dem Ort, wo man Jesus gekreuzigt hatte, war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war. Wegen des Rüsttages der Juden und weil das Grab in der Nähe lag, setzten sie Jesus dort bei. (nach Johannes 19, 17–30)

Abschluss:
»Guter Gott, heute erinnern wir uns an den Tod Jesu.
Wir wissen, dass seine Freunde und seine Mutter sehr traurig waren.
Auch wir kennen vieles, was uns traurig macht.
Eben haben wir es einander erzählt.
Du kennst unsere Traurigkeiten.
An Ostern hast Du deinen Sohn Jesus aus dem Grab auferweckt.
Seine Mutter und seine Freunde brauchten nicht mehr traurig sein.
Auch unsere Traurigkeiten wirst Du in Freude verwandeln.
Dafür danken wir Dir. Amen.«

Anregung:
Zur Verarbeitung der für die Kinder nicht leicht fassbaren Leidensgeschichte kann es eine Hilfe sein, »Hinweise« auf die Überwindung des Todes in der Natur wahrzunehmen. Es bietet sich daher an, im Anschluss an diese Andacht einen gemeinsamen Spaziergang zu unternehmen und dort nach Frühlingsboten zu suchen als Zeichen dafür, dass der Tod nicht das Letzte ist: Die Natur hat geschlafen, ein Ast sieht aus als ob er tot wäre und kein Leben mehr in ihm steckt. Aber die ersten Knospen zeigen: Nach dem Tod kommt neues Leben.

(aus: www.familien-feiern-kirchenjahr.at)