Wenn Sie mit kleinen Kindern feiern…

  • sollten diese den Heiligen Abend wie eine „heile Welt“ erleben, sie haben ein Recht darauf und brauche das, um „Heimat im Glauben“ zu erfahren und viele Jahre davon zu zehren;
  • sollten Sie ihnen erzählen (vielleicht an Hand eines netten Bilderbuches oder mit Hilfe der Figuren Ihrer Weihnachtkrippe), dass an diesem Tag der Geburtstag Jesu gefeiert wird, den Gott auf diese Welt geschickt hat, der, wie wir Menschen, im Bauch seiner Mutter Maria, herangewachsen ist und in Bethlehem auf die Welt kam;
  • sollten Sie ihnen erzählen, dass wir aus Freude darüber einander etwas schenken, Überraschungen bereiten, einen Baum schmücken, singen, fröhlich sind, ein festliches Essen verzehren und in die Kirche gehen, wo wir mit vielen anderen Menschen feiern, danken, singen, anbeten…;
  • sollten Sie nicht nur so reden, sondern auch versuchen, eine fröhliche, unbeschwerte, festliche Atmosphäre zu schaffen, ohne Zwänge pädagogischer Art;
  • sollten Sie weder die Freude noch dich Gläubigkeit kleiner Kinder für die eigene Gemüts-Befriedigung missbrauchen.
  • Siehe auch unter dem Link „Vorschläge für Adventfeiern“

Wenn Sie mit größeren Kindern feiern…

  • sollten Sie diesen weitgehend Mitspracherecht über die Gestaltung des Heiligen Abends einräumen;
  • sollten Sie aber auch eigene Vorstellungen verwirklichen;
  • sollten Sie trachten, ein gewisses Maß an Tradition aufrecht zu erhalten (dies gibt Sinn und  Sicherheit) und von Jahr zu Jahr Neues hinzunehmen, das der Entwicklung der Mitfeiernden im Glauben, aber auch der aktuellen Situation entspricht;
  • können folgende Feierelemente bisher Gewohntes ersetzen oder ergänzen: Lieder zum Weihnachtsevangelium oder andere Texte aus der Bibel, einer Zeitung, einem Buch; Musik – selbst gespielt oder aus Radio, CD; Fürbitten für Menschen, die uns viel bedeuten oder Menschen, denen es nicht so gut geht, oder für liebe Verstorbene; eine kurz gespielte Szene; gemeinsames Lesen der bisher aufgehobenen Weihnachtspost, Festspeise oder Festtagsbuffet, das vorher gemeinsam vorbereitet wurde…
  • sollte ein Bezug zur aktuellen Welt- und Zeitsituation nicht fehlen, z.B. in den Fürbitten, in der Einladung eines Fremden, im Teilen der Gaben bzw. Ausgaben mit Notleidenden.
  • könnte Sie vor der Bescherung das Haus, die Wohnung nach altem Brauch „räuchern“

Wenn Sie nur mit Erwachsenen feiern…

  • stellen Sie eine Krippe, ein Krippenbild, Kerzen, ein schönes Geschenk in den Mittelpunk (es muss nicht ein Christbaum sein);
  • bitten Sie jede/n Mitfeiernden vorher um einen Feierbeitrag, je nach Können und Talent z.B. etwas zu lesen, zu musizieren, sein schönstes Weihnachtserlebnis zu erzählen, ein Gebet oder meditativen Text zu sprechen, etwas zum Essen oder Trinken mitzubringen;
  • versuchen Sie, ein gutes Gespräch in Gang zu bringen, z.B. jeder erzählt über ein bestimmtes Weihnachtsfest seiner Erinnerung, vielleicht kommen so tiefere Überlegungen über den Sinn des Festes…;
  • schenken Sie einander nur kleine, symbolische Gaben und geben Sie gemeinsam einen kleineren (oder größeren) Betrag an Notleidende (vorher ausmachen!).

Wenn Sie alleine feiern…

  • überlegen Sie, ob es nicht doch jemanden gibt, den Sie einladen und ein bisschen verwöhnen können;
  • holen Sie das „Bethlehemlicht“ aus der Kirche und bringen Sie es jemandem, der zu Weihnachten auch alleine ist.
  • blasen Sie nicht Trübsal und lassen Sie sich nicht selbst in Einsamkeit versinken, das entspricht ganz und gar nicht dem Sinn des Festes: Gott kommt zu den Menschen, um uns ganz nahe zu sein;
  • kleiden Sie sich festlich, zünden Sie eine Kerze an, tauchen sie ihren Raum in Duft (mit Weihrauch oder einer Duftlampe), wählen Sie ein gutes Programm im Radio oder Fernsehen oder legen Sie Musik auf;
  • denken sie in der Stille an Menschen, die für sie wichtig sind, und „schicken“ Sie ihnen einen guten Gedanken, Segenswunsch, Gebet… oder schreiben Sie ein paar persönliche Zeilen;
  • lesen Sie das Weihnachtsevangelium oder einen weihnachtlichen Text;
  • könnten Sie ein weihnachtliches Mandala malen;
  • vielleicht haben Sie das Bedürfnis in die Christmette zu gehen…