Bußgedanken 5./6. April 2014 (Lazarus-Perikope)

LektorIn 2:

Wir erfahren heute vom Evangelisten Johannes, dass Lazarus aus Betanien krank ist. Lazarus ist so krank, dass sich seine Schwestern Maria und Marta um sein Leben sorgen. In ihrer Not wenden sie sich an Jesus und flehen ihn um Hilfe an.
Jesus verbindet mit Lazarus, Maria und Marta eine tiefe Freund-
schaft. Aber – Jesus ist weit weg und lässt auf sich warten….

Endlich, als Lazarus schon vier Tage tot ist, kommt Jesus nach Betanien.

Ich frage mich:

• Was macht mich krank?

Gibt es in meinem Leben Gewohnheiten, die mich krank machen
an Leib oder Seele?

- Stille -

Fallen mir Lebensumstände in meinem Zuhause oder in meinem Beruf ein, die mich krank machen?

- Stille -

• Verschlafe ich mein Leben?

Gebe ich mich mit einem bequemen Leben zufrieden?

- Stille -

Bin ich bereit, meine Lebenseinstellungen zu hinterfragen und immer wieder Neues zu wagen?

- Stille -

• Was ist in mir gestorben?

Ist es mir möglich, zu vertrauen?
Zu vertrauen auf Menschen? Zu Vertrauen auf Gott?

- Stille -

Lebt meine Hoffnung oder ist sie gestorben?

- Stille -

Priester: Jesus sagt zu uns:
Deine Krankheit wird nicht zum Tod führen!
Ich komme zu dir, um dich aufzuwecken!
Glaub an mich, und du wirst auferstehen!

(Meditationsmusik)

LektorIn 1:

Viele Menschen trauern mit Marta und Maria um ihren toten Bruder Lazarus. Jesus sieht, wie sie alle weinen und weint mit ihnen.

Ergriffen und erschüttert geht er zum Grab seines Freundes Lazarus.
Lazarus liegt in einer Höhle, die mit einem Stein verschlossen ist.
Er riecht schon nach Verwesung.

Ich frage mich:

• Was ist meine Grabhöhle?

Ist die Grabhöhle mein Herz, das ich mit einem Stein verriegelt habe, sodass meine Gefühle eingesperrt sind und allmählich sterben?

- Stille -

Ziehe ich mich zurück in meine Wohnung, in meine Arbeit, flüchte ich in Ablenkungen und bin so äußerlich oder innerlich unerreichbar?

- Stille -

• Welcher Stein liegt vor meiner Grabhöhle?

Schotte ich mich von meinen Mitmenschen ab durch meine Verschlossenheit, durch meine Angst?

- Stille -

Sperre ich meine Krankheit, meine Verletzungen, meine Vergangenheit in eine dunkle Höhle, weil ich mich nicht mit ihnen auseinander setzen will?

- Stille -

• Wie rieche ich?

Menschen, die ich nicht riechen kann, zeigen mir mit ihrem Verhalten oft etwas, das mir an mir selber nicht gefällt.
Wie kommt diese Aussage bei mir an?

- Stille -

Wie gehe ich mit Seiten an mir um, die nicht gut riechen?
Kann ich sie zulassen? Kann ich sie annehmen?

- Stille -

Priester: Jesus sagt zu uns:
Ich weine um dich, wenn du nicht lebst!
Ich sehe den großen Stein, der uns trennt!
Ich liebe dich so wie du bist!

(Meditationsmusik)

LektorIn 2:

Die Menschen nehmen den Stein vor dem Grab des Lazarus weg.
Jesus erhebt die Augen und dankt seinem Vater, dass er ihn erhört hat. Dann ruft er den Lazarus.
Lazarus kommt aus der Höhle heraus; seine Füße und Hände sind mit Binden umwickelt, sein Gesicht ist mit einem Schweißtuch verhüllt. Die Menschen wickeln ihn aus seinen Binden, und Lazarus kann weggehen.
Viele Menschen, die gesehen haben, was Jesus getan hat, kommen zum Glauben an ihn.

Ich frage mich:

• Komme ich aus meiner Höhle heraus?

Höre ich es, wenn mich Jesus ruft, aus meiner Höhle heraus zu kommen?

- Stille -

Habe ich den Mut, die Sicherheit meiner Grabhöhle aufzugeben?

- Stille -

• Was sind meine Binden und Bindungen?

Bin ich so stark gebunden an Menschen oder Dinge, dass sie mein Handeln bestimmen und mich unfrei machen?

- Stille -

Hätschle ich noch immer Verletzungen, die vielleicht schon geheilt sind oder ohne Verband heilen könnten?

- Stille -

• Wie steht es um meinen Glauben?

Pflege ich meinen Glauben und halte ihn durch Gebet und neue Impulse lebendig?

- Stille -

Bitte ich – wie Jesus, Marta und Maria – Gott um Hilfe für meine Mitmenschen und mich?

- Stille -

Priester: Jesus sagt zu uns:
Ich öffne dein Grab und rufe dich ins Leben!
Ich löse deine Binden und befreie dich!
Ich schenke dir lebendigen Glauben an mich!
(Meditationsmusik)