Einander.begegnen@kfb.at So lautet das Jahresthema der kfb. Wir begegneten auf unserer Wallfahrt nach Tirol Hl. Frauen, die ihr Leben in die Nachfolge Jesu gestellt und nach dem Glauben ausgerichtet haben. In Eben am Achensee stimmte uns Hr. Fankhauser in die Geschichte der Volksheiligen Notburga ein und er meinte zum Abschluss: “Ihr wurden die Hände gestohlen, nun hat sie nur mehr unsere Hände, um den Menschen zu dienen.” Wir alle sind mit Talenten von Gott beschenkt, die uns helfen, in seinem und ihrem Auftrag zu handeln: ob mit  Fröhlichkeit, mit  Zuhören, Schöpfungsverantwortung, Leitungskompetenz oder Gesang … jede und jeder wirkt an ihrem und seinem Platz.

Auch wenn der Eisheilige Servatius rundherum von den Bergen grüßen ließ, kamen wir trockenen Fußes von Ort zu Ort und es waren uns sogar Sonnenfenster beschert – ja, wenn Engel reisen, wird sich das Wetter weisen. Beim Fischerwirt am Achensee  - sehr zu empfehlen - hielten wir unsere Mittagseinkehr und köstliche Gerichte verwöhnten unsere Gaumen. Am Nachmittag begleitete uns eine ortskundige kfb-Frau durch Rattenberg, der kleinsten Stadt Österreichs: entlang der Fußgängerzone, hinein in ein Glasmuseum mit kleiner Glasbläserei, vorbei am Geburtshaus der Hl. Notburga, hinauf auf die Rottenburg und schließlich zu einer gemütlichen Kaffeepause beim Malerwinkl. In der Pfarrkirche feierten wir eine Schlussandacht und wurden noch einmal hineingenommen in die Geistkraft “unserer” Begleiterinnen aus dem Mittelalter: “Erd und Himmel sich verbinden, bist gerufen du o Mensch”.

Danke unserem Chauffeur Sepp von Pliem-Reisen, der uns in angenehmster Weise zu unseren Stationen brachte. Danke sage ich Elisabeth Eder für die Mitgestaltung und Roland Rasser für die Mitfeier der Liturgie und unserer treuen Reiseleiterin Rosi Haslinger für ihre Anekdoten und Reiseinformationen.  Und so Gott es will – im nächsten Jahr um diese Zeit werden wir uns wieder gemeinsam aufmachen, um neue Glaubensorte zu erkunden.

Katharina von Siena - Patronin und Weggefährtin im Glauben. 

Katharina wurde am 28. April zur Patronin und Weggefährtin der kfbÖ ernannt. Sie ist Vorbild durch ihre Beharrlichkeit und ihren Mut, sich für eine gerechte Kirche einzusetzen. Sie lebte die Nachfolge Jesu, indem sie sich für die Armen und Benachteiligten ihrer Umgebung einsetzte, in ihren Predigten Reformen in Kirche und Gesellschaft einforderte, um so auf die Zeichen der Zeit zu reagieren. Themen, die damals wie heute Aktualität haben. Eine Frau „von gestern“ kann in diesem Sinne eine gute Ratgeberin, Trösterin, Prophetin und Weggefährtin für Frauen „von heute und morgen“ sein. Die Katholische Frauenbewegung wird künftig den Gedenktag der hl. Katharina, den 29. April, in allen Diözesen in besonderer Weise begehen, und damit die Anliegen der Frauen in der Kirche sichtbar und hörbar machen.

Notburga 

Sie wird als Patronin der Dienstmägde und der Landwirtschaft verehrt. Damit verbunden wird sie in zahlreichen Bundesländern auch als Patronin von Trachtenträger und -förderer verehrt. Sie setzte sich vor allem für die Armen in ihrer Region ein, fastete, damit Hungrige satt werden. Eine Legende erzählt vom Sichelwunder: Ein Gewitter nahte und der Bauer verlangte, dass niemand die Arbeit niederlegen dürfe, bevor sie bevor nicht das ganze Getreide eingeholt wäre. Notburga legte jedoch beim ersten Glockengeläut wie immer die Arbeit nieder. Und als der Bauer sie nicht gehen lassen wollte, warf sie ihre Sichel in den Himmel, wo diese an einem Sonnenstrahl hängen blieb. Der Bauer erschrak und ließ Notburga ziehen.

Roswitha Hörl-Gaßner