3. Woche – Von Gott berührt

Gebet: Ein Familienmitglied zündet das Teelicht an und stellt es zur dritten Woche.
Herr, unser Gott, du schenkst uns die Fastenzeit als eine Zeit der Begegnung mit dir. Wir bitten dich: Hilf uns in der Unruhe des Alltags Zeiten zu finden in denen wir uns bewusst Zeit für dich nehmen. Amen.

Rückschau auf die vergangene Woche: Wie ist es uns ergangen mit unseren „Zauberworten“?
Unsere Fußstapfen „wandern“ nun zur dritten Woche als ein Zeichen des Weitergehens und eines Neubeginns mit Gott.

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Papierhandy

Gespräch: Das (Spielzeug-) Handy wird aus dem Rucksack ausgepackt.
Um mit Menschen, die uns etwas bedeuten, in Kontakt zu bleiben, nützen wir viele Gelegenheiten: Wir treffen einander, laden uns gegenseitig ein, wir telefonieren, schicken SMS, schreiben E-Mails, Jugendliche tauschen Neuigkeiten über Facebook oder Twitter aus.
Was machen wir, um mit Gott in Verbindung zu bleiben? Wir gehen in den Gottesdienst, singen, beten … manchmal vergessen wir aber auch auf ihn …
Bei dieser Station liegt ein Handy und die Frage: Wusstest du schon, der liebe Gott hat Telefon? Du kannst ihn immer erreichen, bei ihm hast du garantiert Freizeichen!
Wie schaut es mit unseren Kontakten zu Gott aus? Wir wollen in dieser Fastenzeit öfter eine SMS oder eine Mail an Gott schreiben, z. B.: Bitte steh mir bei, allein schaff ich das nicht. – Danke, dass du mir die Kraft gegeben hast, das durchzustehen. – Danke für das schöne Fest/diesen schönen Tag.

Aktivitäten
Fantasiereise: Wir nehmen uns Zeit für Gott. Wir unternehmen eine gemeinsame Reise: „Stell dir vor, du befindest dich jetzt auf deinem Lieblingsplatz. Du hast Zeit und Ruhe. Nichts ist zu tun, nichts stört dich. Nimm dir Zeit für Gott. Überlege, was du ihm sagen willst, und formuliere in Gedanken eine SMS oder E-Mail an ihn.“ Wer möchte, kann die SMS auf ein kleines Papierhandy (PDF-Datei) schreiben, das für jeden bereitliegt.

Gebet:
Du hast mir die Sehnsucht nach Frieden geschenkt,
also ist Frieden möglich.
Du hast mir die Sehnsucht nach Glück geschenkt,
also wartet es schon im Verborgenen.
Du hast mir die Sehnsucht nach dir geschenkt,
also muss ich nur suchen.
Die Spur führt mitten ins Leben.
Lene Mayr-Skumanz

Wo wohnt Gott? Jeder versucht die Frage zu beantworten, wo/wann er Gott spüren kann, an welchem Ort, bei welcher Gelegenheit. Jeder versucht mindestens ein Bild dafür zu finden ( bei den Urlaubsbildern, in Zeitschriften) oder zu zeichnen. Am Ende der Woche werden die Bilder zu einer Collage geklebt unter dem Titel „Wo Gott wohnt“. Kommen viele Bilder zusammen, kann man sie auf die Rückseite eines alten Spiralkalenders kleben.

Rastplatz auf dem Fastenweg: Hängen Sie das Plakat/den Kalender in der Nähe an die Wand und gestalten Sie davor mit Pölstern oder einem bequemen Sessel einen „Rastplatz“. Wer sich dort niederlässt, signalisiert, dass er Stille und eine Auszeit mit dem lieben Gott braucht.

Sonntagslesung: Exodus 3,1-15
Mose begegnet Gott im brennenden Dornbusch

Eines Tages hütete Mose die Schafe seines Schwiegervaters, wie er es immer tat, und geriet dabei an den Berg Horeb. Da sah er einen Dornbusch brennen, ohne dass er verbrannte. Das interessiert ihn, und er ging hin. Da hörte er eine Stimme: “Mose!” Er antwortet: “Hier bin ich.” Die Stimme sagte: “Ziehe deine Sandalen aus; denn der Platz, auf dem du stehst, ist heilig.”

Da wusste er, das Gott mit ihm sprach, der Gott Abrahams und Jakobs. Mose hörte zu, und ihm wurde klar, dass Gott die Tränen seines Volkes in Ägypten gesehen hatte.Gott sagte zu Mose: “Ich will das Volk befreien und in die Heimat führen. Gehe zum Pharao und sage ihm, er soll die Menschen frei geben.”
Mose sagte: “Das kann ich nicht. Der Pharao wird mich nicht anerkennen.” Gott sagte zu Mose: “Ich bin ja bei dir. Und wenn ihr erst in Freiheit seid, dann werdet ihr einen Gottesdienst feiern”. “Was soll ich denn dem Volk sagen?”, fragte Mose.
“Sag ihnen, dass ich der Gott bin, der ich immer war und sein werde. Sag dem Volk, ich bin der Gott der Freiheit und des Lebens. Und sage ihnen, dass ich sie in die Zukunft führen will. Ich werde den Ägyptern klar machen, dass die Zeit der Sklaverei vorbei ist. Nehmt euren Schmuck und eure Kostbarkeiten mit …”

Mose sagte: “Sie werden mir nicht glauben.” Gott machte Mose klar, dass er die Macht Gottes auf seiner Seite hatte.
Mose machte noch einen letzten Versuch und warf ein, dass er bei großen Anlässen stotterte. Gott sagte: “Vertraue auf deine Kraft.” Mose sagte: “Das schaffe ich nicht.” Gott antwortet: “Dann nimm deinen Bruder Aaron mit, der kann gut reden. Sag ihm was er sagen soll, er soll dein Dolmetscher sein. Und der Stock den du da bei dir hast wird noche besondere Bedeutung bekommen.”

Aus: Die kleine und große Leute Bibel

Abschluss: Vater unser und Kreuzzeichen.

(aus: Zeitschrift Stadt Gottes März 2012, Seite 38 u. 39)