FASTENWEG IN DER FAMILIE

Teil 6

5. Woche – Was ist „not-wendig“?

Gebet: Ein Familienmitglied zündet das Teelicht an und stellt es zur vierten Woche.
Herr, unser Gott, du schenkst uns die Fastenzeit als eine Zeit der Versöhnung mit dir und den Menschen. Wir bitten dich: Hilf uns in der Unruhe des Alltags Zeiten zu finden, in der wir die Not anderer wenden. Amen.

Rückschau auf die vergangene Woche: Wie ist es uns ergangen mit unseren „Steinen des Anstoßes“? Konnten wir viele Steine zum Erblühen bringen und ein Fest feiern?
Unsere Fußstapfen „wandern“ nun zur 5. Woche als ein Zeichen des Weitergehens und eines Neubeginns mit Gott.

Lied: Wenn, das Brot, das wir teilen (PDF-Dokument, MP3)
(aus: www.zeeka.ch/~ch/2012_Noten_PDF_mp3/wenndasbrot.pdf)

Gespräch:
Fastenschwein: Das Sparschwein wird aus dem Rucksack ausgepackt und ein Laib Brot und eine Rose dazugelegt. Ein Sparschwein auf dem Fastenweg? Was hat es mit dem Brot und der Blume zu tun? – Über kurz oder lang finden die Kinder den Zusammenhang: Um Essen zu kaufen, braucht es Geld, um Geschenke zu kaufen, ebenfalls. Das bringt uns zum Thema: Nicht jeder hat, was er zum Leben braucht, manche brauchen jemanden, der hilft, ihre Not zu wenden. In der Bibel heißt es: Sucht das Gute, dann werdet ihr leben und der Herr wird bei euch sein (Am 5,14).

Aktivitäten
Leben für alle: Auf einer Liste sammeln wir, was zum Gelingen unseres Lebens notwendig ist. Das, was für uns notwendig ist, das sollten auch andere Menschen bekommen: Was möchte ich beitragen, dass möglichst viele das Notwendige erhalten? – Die Familie überlegt, wie sie das Fastenschwein gut füttern kann und welchem Projekt es zukommen soll. Aber nicht jede Not lässt sich mit Geld beheben, daher auch die Frage: Wo ist auch „nichtfinanzielle“ Hilfe nötig? Z. B. die Tante besuchen, dem Nachbarn beim Entrümpeln helfen etc.
Brot teilen (das Brot kann auch vorher schon gemeinsam selbst gebacken werden): Im Gedenken an alle, die unsere Hilfe brauchen, teilen wir das Brot von unserem Fastenweg miteinander. Dazu beten wir:
Gott, wir danken dir, dass
wir heute satt geworden sind.
Wir danken dir für die Menschen, die für uns sorgen.
Wir wollen diese Fürsorge weiterschenken und jene nicht vergessen, die nicht genug zum Leben haben
und unsere Unterstützung brauchen. Amen.

Sonntagsevangelium: Johannes 8, 1-11

 

sonntagsevangelium

aus: Die kleine und große Leutebibel

Abschluss: Vater unser und Kreuzzeichen.
(aus: Zeitschrift Stadt Gottes März 2012, Seite 38 u. 39)

Brotrezept:
Zutaten für 1 Portionen:

  • 650 g Mehl (Weizenmehl Type 405)
  • 350 g Mehl (Weizenmehl Type 1050, dunkel)
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 EL Salz
  • 650 ml Wasser, lauwarm

Die zwei Mehlsorten vermischen, eine Kuhle buddeln und Hefe in die hineinbröseln. Salz außen am Rand verteilen. Ca. 500 ml lauwarmes Wasser über die Hefe in die Kuhle gießen, rühren und dann kräftig kneten. Dabei nach und nach das restliche Wasser hinzugeben. Der Teig darf nicht kleben (sonst ist zu viel Wasser dabei, kann man aber mit ein bisschen Mehl wieder ausgleichen). Ich knete in meiner Küchenmaschine. Nun lässt man den Teig ca. 1 Stunde gehen.

Danach auf einem bemehlten Küchentuch einen Laib daraus formen. Den Ofen auf 225°C vorheizen. Wenn der Ofen heiß ist, den Laib auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. 30 Minuten bei 225°C backen, dann weitere 30 Minuten bei 175°C.

Brot selbst gebacken

Besonders gut ist das noch warme Brot mit Nutella.
Arbeitszeit: 20 min + 1h (Teig gehen lassen)