_DSC0405Judit – Kämpferin und Grenzgängerin

7 Frauen ließen sich am 23. Jänner 2019 beim Frauenhoagascht im Gemeinschaftsraum der Lenzinger Kirche (Filialkirche Saalfelden) auf das Leben von Judit ein. Anregend und lebendig war das gemeinsame Gespräch. Verschiedene Sichtweisen zu den Impulsfragen wurden in den Raum gestellt. 

Wofür es sich lohnt zu „kämpfen“ oder sich einzusetzen

Judit hat für die Freiheit ihres Volkes gekämpft. Sie hat ganz auf Gottes Beistand und seine Führung vertraut. Wir waren uns einig, dass es für jede etwas gibt, wofür es ich zu kämpfen lohnt: Für eine intakte Natur, den Frieden, ein gutes Miteinander, gerechte Verteilung von Nahrungsmitteln, für eine Idee, für einen Mitmenschen…

Wie Abgrenzung der Sache/Menschen gegenüber gelingen kann

Die Stille, das Hinhorchen und in sich Hineinhorchen führt zur eigenen Mitte und dazu, das zu hören, was es gerade braucht, was Not tut oder was ansteht. Mit dieser Klarheit fällt es dann leicht, sich Menschen oder einer Sache gegenüber abzugrenzen und so einer Überforderung zu entgehen. Ein NEIN zu einer Anfrage für einen Vortrag  kommt so leichter über die Lippen, weil ich weiß, dass ich auf Grund der vielen anstehenden Aufgaben auch Ruhezeiten brauche.

Wie das Leben lebendig gestalten

Judit legte ihr Witwengewand ab und schlüpfte in die Rolle der Verführerin. Sie hatte einen Plan und wusste, was sie will. Sie besiegte den Heeresführer Holofernes mit seinen eigenen Waffen, der Mach,t und rettete so ihr Volk vor der Übernahme durch den Feind, weil dieser “kopflos” wurde und so die Orientierung verlor. Ob ein innerer oder äußerer Kampf statt findet, ein Leben lebendig gestalten kann nur, wer mit sich selbst im Einklang ist. So kann ich es selbst in die Hand nehmen und aus vorgegebenen Rollen herausschlüpfen.

Katholische Frauenbewegung Saalfelden, Roswitha Hörl-Gaßner

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