„Der Mensch wird am Du zum Ich.” (Martin Buber). Mit diesem Zitat leitete Sr. Karolina Schweihofer aus Maria Kirchental den Besinnungsnachmittag für Frauen am 9.11. 2013 im Pfarrsaal ein. Sie nahm 23 Frauen mit auf eine „Begegnungsreise“, indem sie verschiedene Impulse setzte:

·         Wahrnehmung der der Sinne: Welche Bedeutung haben sie in Begegnungen? Z. B. Wie ist es, wenn ich jemanden ganz bewusst ÜBERsehe, im wahrsten Sinne des Wortes. Jede/r braucht Ansehen, sehnt sich danach und geht es verloren, schwindet ein Sinn am Leben. Unsere Sprache ist reich an bildhaften Redewendungen, welche Begegnungen sinnhaft ausdrücken: Ich kann ihn nicht riechen. Hoffentlich verduftet sie bald. Liebende schmecken einander. Es ist wichtig achtsam mit sich selber umzugehen, denn wenn ich mich selbst wertschätze, kann ich auch anderen mit Wertschätzung begegnen.

·         Einen ersten Schritt setzen: Ich verlasse bewusst den Platz und gehe auf jemanden zu. Der oder die andere müssen ebenfalls einen ersten Schritt setzen, er oder sie müssen sich öffnen. Wer macht den ersten Schritt?

·         Begegnungsschatz heben: Manchmal braucht es einen Schlüssel zum Aufsperren der Begegnungsschatztruhe, ein Wort, eine Geste, eine Berührung, eine Begegnung mit dem Du. Unser Leben ist gefüllt mit vielen wertvollen Berührungspunkten mit Menschen. Sie berühren ins Innerste, bereichern und stärken unsere Persönlichkeit.

 

·         Anbandeln“ – Begegnung mit anderen lässt mich als Teil einer Gemeinschaft erleben

·         Schwer wie ein Stein: Manche Begegnungen fordern heraus, zeigen Seiten in mir auf, die mir fremd oder unangenehm sind und trotzdem zu mir gehören.

·         Lächelnde Begegnung: In der Geschichte von Frau Wolke wandert deren Lächeln von einer Person zur nächsten weiter und kehrt schließlich wieder zu ihr zurück

·         Erste Begegnung – Gott schafft Adam, den Mensch. Gott nimmt ihn zärtlich in die Hand. Gott begegnet uns in unserem Mensch sein.

Ich wünsche uns allen ein achtsames aufeinander zugehen und aufeinander eingehen. Vielleicht darf manche Begegnung wie ein Stern sein, der verzaubert, der die Augen zum Leuchten bringt und ewig in Erinnerung bleibt.