Zum 1. Adventsonntag

Material:

Adventkranz, Teelichter, Kerze, Strohhalme

Einstimmung:

Wir stellen den Adventkranz in die Mitte. Wir entzünden die 1. Kerze und singen das Lied
„Wir sagen euch an den lieben Advent“ (oder sprechen gemeinsam den Text) Wir sagen euch an den lieben Advent Sehet, die erste Kerze brennt! Wir sagen euch an eine heilige Zeit. Machet dem Herrn den Weg bereit! Freut euch, ihr Christen! Freuet euch sehr. Schon ist nahe der Herr.

Impuls:

Wir lesen folgende Geschichte:

(aus Herders Großes Weihnachtsbuch, Hrsg u. Erzähler: Ulrich Peters)

Gespräch: 

Falls nicht in der Geschichte bereits geschehen, überlegen wir, welche Symbolik im Adventskranz steckt.
Übertrag der Symbolik des Adventskranzes auf die Situation der Kids in Wicherns Rauhem Haus:

  • Runde Form = Schutzraum, Rettungshaus
  • Kerzen = Licht kommt in das dunkle Leben der Kids
  • Rote Kerzen und Bänder = Die Kinder werden geliebt!
  • grüne Zweige = Hoffnung für eine bessere Zukunft der Schützlinge Wicherns

Und was bedeutet die Übertragung der Symbolik des Adventskranzes für uns?

Tannenzweige

Das Grün der Tannenzweige ist nicht nur ein Zeichen der Hoffnung, sondern symbolisiert zugleich das Leben. So sind die immergrünen Tannenzweige ein Zeichen der Hoffnung auf das ewige Leben, das wir in Jesus Christus geschenkt bekommen.

Kranz:

Kränze gelten seit alters her und in vielen Kulturen als Zeichen des Sieges. Auch der Grabkranz will nichts anderes als ein Zeichen des Sieges Jesu Christi über die Macht des Todes sein. Und gerade der Adventskranz bringt dieses Siegeszeichen in unsere Häuser, gerade auch in einer dunklen und tristen Jahreszeit, in der die Natur ”abstirbt“.

Lichter

Mit dem Kranz kommen auch die Kerzen und Lichter. Sie weisen auf den hin, der von sich behauptet: Ich bin das Licht der Welt! Wer mir nachfolgt, wird nicht mehr in der Dunkelheit umher irren, sondern folgt dem Licht, das ihn zum Leben führt. (Joh 8,12)

Rote Kerzen

Die Farbe Rot steht für die Liebe, speziell für die Liebe Gottes, die er uns in Jesus Christus zuteil werden lässt.
Dass täglich eine Kerze entzündet wird, hat natürlich zur Folge: jeden Tag mehr wird es heller und wärmer um den Kranz bis hin zur Ankunft Jesu an Heilig Abend.

Zeichenhandlung:
Im Advent begleitet uns das Licht dieses Adventskranzes. Wir sind als Familie unterwegs und legen einander Lichtwege:
Ein Familienmitglied zündet die Kerze an der 1. Adventskerze an und lässt sein Licht in der Runde wandern. Dazu sagen wir: Von mir zu dir soll das Licht wandern. Statt „mir und dir“ können auch die jeweiligen Namen eingesetzt werden. Ist die Kerze wieder beim Lichtentzünder angekommen, legt dieser mit einem Strohhalm einen Weg zu einem Familienmitglied seiner Wahl und entzündet ein Teelicht an der Kerze und stellt das Teelicht zum Strohhalm dazu. Er spricht einen Wunsch oder ein Gebet aus, z. B.: „Guter Gott, ich schenke dem Sebastian ein Licht. Lass ihm im Advent gute Menschen begegnen.“
Das Familienmitglied, zu dem ein Weg gelegt wurde, darf als nächstes ein Teelicht entzünden und einen Strohhalm zu einem Familienmitglied legen. So legen wir Wege zueinander.

Abschluss:
Wir beten:
Guter Gott, der Kranz ist im Advent unsere Mitte.
Sowie die zusammengebundenen Zweige einen Kranz bilden,
sind wir als Familie eine Gemeinschaft. Wir wollen einander
Lichter anstecken. Lass uns Lichter des Helfens, der Anerkennung,
des Verzeihens und des Friedens sein! Segne unsere Familie in der
kommenden Zeit der Vorfreude auf das Geburtstagsfestes deines Sohnes.
Amen.

(aus Unser Weg durch die Adventszeit 2000, Katholische Landvolkbewegung Bayern)