Gedanken zum Beginn:

Wir befinden uns nun in der Mitte des Weges auf Weihnachten hin.

Voll ist die Adventzeit – voll freudiger Vorbereitungen auf Weihnachten (auch oft voll Hast und Eile) – voll Symbolen (grüner Adventkranz, Kerzen, Adventkalender, Weihrauchduft, …) – voll Dunkelheit und Lichterglanz  – voll besonderer Tage (Hl. Barbara am 4. Dezember, Hl. Nikolaus am 6. Dezember, Mariä Empfängnis am 8. Dezember…) – voll besonderer Tätigkeiten (Barbarzweige einfrischen, Kekse backen, Geschenke vorbereiten, Wohnung weihnachtlich schmücken,…)

Diese stille Form Advent zu feiern, kann helfen, die Kräfte zu bündeln und aufmerksam betend auf Jesus zu richten, auf dessen Kommen, dessen Geburt wir warten.

Diese Form lädt ein, statt blind einer Fülle von Dingen nachzurennen, gezielt (langsamer) zu eilen, wie damals die Hirtinnen und Hirten zur Krippe.

Liedvorschläge:

  • Oh, du stille Zeit, kommst eh wir’s gedacht
  • Wir sagen euch an den lieben Advent
  • Tragt in die Welt nun ein Licht
  • Maria, sei gegrüßet
  • Der Engel des Herrn aus Gottes Macht
  • Tauet, Himmel, den Gerechten

Einstimmung:

Stille, um mit den Sinnen wahrzunehmen: ins Licht schauen, Riesig fühlen/riechen, auf den Atem oder das Ticken der Uhr lauschen, den Duft von Weihrauch oder einer Duftlampe riechen …

Oder/Und:

Hast du dich schon einmal in eine brennende Kerze hineinversenkt, in das Flackern und Leuchten des Lichts? Hast du schon einmal die Wärme gespürt, die ein Kerzenlicht ausstrahlt, sodass es dir wohl wird und du dich geborgen fühlst und daheim?

Hast du schon einmal daran gedacht, dass eine Kerze dir all das – Licht, Wärme und Geborgenheit – nur schenken kann, indem sie sich selbst verzehrt?

Vielleicht macht dir das Mut, wenn du selbst deine Kräfte verbraucht hast und nach dem Sinn der Mühe fragst: dass du ja anderen zum Licht geworden bist, Zeichen gesetzt, Wärme verschenkst und neue Wege erleuchtet hast.

Deshalb wünsche ich dir, dass du Licht wirst, Licht bleibst und selber Licht erfährst, wenn es in dir vielleicht einmal dunkel sein sollte.

Geschichte – „Das besondere Geschenk“:

Es war bitterkalt. Die Hirten wärmten sich am Feuer. Die Nachricht vom neugeborenen König beschäftigt sie. Sie möchten ihn sehen, von dem sie Rettung und Frieden erwarten. Auch der kleine Hirte Philipp tritt näher und hört zu. Sie überlegen, was sie dem Kind in Bethlehem schenken könnten.

Aber wer bleibt bei den Schafen? Die können sie doch nicht alleine lassen? Da kommt einer der Hirten auf die Idee: Der muss dableiben, dessen Geschenk am leichtesten ist. Sie stellen eine Waage bereit. Einer bringt einen Krug mit Milch und legt noch einen Käse dazu. Ein anderer bringt einen Korb mit duftenden Äpfeln. Der Dritte schleppt ein Bündel Holz herbei, damit sich alle im Stall wärmen können. Bleibt nur noch der kleine Philipp übrig. Philipp hat nur eine Laterne mit einem winzigen Licht. Das wiegt nicht viel. Er überlegt. Dann aber steigt er mit der Laterne in der Hand auf die Waage und sagt: „Ich komme als Geschenk hinzu! Der neugeborene König wird vor allem welche brauchen, die sein Licht weitertragen.“ Es wir still ums Feuer. Die Hirten schauen nachdenklich auf den kleinen Philipp. Sie denken über seine Worte nach. Sie spüren: Der darf auf keinen Fall zurückbleiben.

Lied (nach der Melodie: Leise rieselt der Schnee):

1.  Tragt in die Welt nun ein Licht. – Refrain
2. Tragt zu den Kranken ein Licht. – Refrain
3. Tragt zu den Kindern ein Licht. – Refrain
4. Trag zu den Alten ein Licht. – Refrain
Refrain:

  • Sagt allen: Fürchtet euch nicht!
  • Gott hat euch lieb groß und klein.
  • Seht auf des Lichtes Schein

Oder/Und:

Überlegungen anstellen, was wir in der 3. Adventwoche Gutes tun könnten, was wir anstellen könnten, um kleine „Lichtbringer“ zu werden für andere.

Oder/Und:

Einander erzählen, wann man es selbst erlebt hat, dass es in einem heller geworden ist (durch ein schönes Erlebnis, einem Menschen, durch erfahrene Hilfe, Trost…)

Oder/Und:

Fürbitten formulieren (z.B.: Wir bitten um dein Licht, Jesus, für alle Menschen, die niemanden haben, der sie lieb hat…. für alle Menschen, die krank sind und große Schmerzen haben…. für alle Menschen, die einem anderen weh getan haben….für alle Menschen, die sich schwer tun mit dem Verzeihen…usw.) – „Wir bitten dich, erhöre uns!“

Zum Schluss:

Vaterunser

Oder/Und

Gegrüßet seist du, Maria

Oder/Und

Ein Lied – oder ein Segensgebet (z.B.: „Wir warten im Dunkeln. Wir warten im Licht. Gott segne uns alle. Fürchtet euch nicht!“ – oder – „Gott segne den Weg, den wir gehen. Dein Segen sei ein Licht um uns her und in unseren Herzen. Hilf uns, auch für andere ein Licht zu sein. So segne uns Gott und Jesus und der Heilige Geist. Amen.“)